
Die neuesten Zahlen der Statistik Austria (SILC) sind ein Alarmsignal, das die Bundesregierung nicht länger ignorieren darf: Rund neun Prozent der Erwerbstätigen in Österreich – das sind 361.000 Menschen – gelten als armutsgefährdet, obwohl sie arbeiten.
Wer mehr als sechs Monate im Jahr schuftet und dennoch mit einem Nettoeinkommen unter der Armutsschwelle von 1.800 Euro überleben muss, wird vom System im Stich gelassen. Dass die aktuelle Politik die Situation durch fragwürdige Budgetmaßnahmen weiter verschärft, ist für uns als AUGE Kärnten schlichtweg inakzeptabel.
Armut ist kein Randphänomen der Arbeitslosigkeit
Lange wurde Armut nur mit Arbeitslosigkeit verknüpft. Doch die Realität sieht anders aus: Die „Working Poor“ sind mitten unter uns. Sie sind in der öffentlichen Wahrnehmung oft unsichtbar, obwohl sie unsere Gesellschaft am Laufen halten.
Ob in der Reinigung, im Handel oder als (Schein-)Selbstständige:
- Es ist die Grafikerin und die Therapeutin auf Honorarbasis.
- Es ist der Paketzusteller und der Essenslieferant in prekären Jobs.
- Es ist der Zeitungsverkäufer ohne soziale Absicherung.
Diese instabilen Arbeitsverhältnisse nehmen zu. Sie bieten weder faire Entlohnung noch echte arbeitsrechtliche Sicherheit.
Unsere Forderungen: Schluss mit den Mogelpackungen!
Während die Regierung Budgetpakete schnürt, die vor allem den Reichsten im Land zugutekommen, fordern wir als unabhängige Gewerkschafterinnen (AUGE/UG) echte Lösungen statt Unwahrheiten:
- Vermögens- und Maschinensteuer jetzt: Ohne eine gerechte Besteuerung von Kapital und Maschinengewinnen wird sich das Budgetloch nicht schließen lassen. Es ist Zeit, dass große Vermögen ihren Beitrag leisten!
- Hände weg von den Pensionen: Die Pensionen sind gesichert. Wir lassen nicht zu, dass auf
dem Rücken der Versicherten Reformen durchgepeitscht werden, während die Teuerung die Menschen auffrisst.
- Armut bekämpfen, nicht die Armen: Es darf in einem reichen Land wie Österreich nicht sein, dass Menschen trotz Vollzeitjob arm sind. Wir brauchen existenzsichernde Löhne und ein Ende der prekären Arbeitswelten.
Wir von der AUGE Kärnten sagen klar: Her mit der Gerechtigkeit! Es braucht eine Politik für die Menschen, nicht für die Konzerne.


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