Ab dem 11. August arbeiten Frauen „gratis“!
Es ist ein beschämender Meilenstein: Am 11. August ist der Equal-Pension-Day in Kärnten. Ab diesem Tag gehen Kärntner Pensionistinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen für den Rest des Jahres rechnerisch leer aus.

Weniger Pension von satten 39% bedeuten eine gewaltige Lücke im Geldbörserl – und das im Alter, wo Sicherheit am wichtigsten wäre.
Während Kärntner Männer durchschnittlich knapp 2.500 Euro brutto im Monat erhalten, müssen Frauen mit rund 1.550 Euro auskommen. Das ist ein jährlicher Verlust von rund 13.300 Euro!
Die Folge: Zwei Drittel der Menschen, die auf eine Mindestpension (Ausgleichszulage) angewiesen sind, sind Frauen. Altersarmut in Kärnten ist weiblich.
Die Ursachen sind hausgemacht:
Unbezahlte Sorgearbeit, Kinderbetreuung, Pflege und die damit verbundene Teilzeitfalle schlagen in der Erwerbsbiografie voll durch. Dass Kärnten im Bundesländer-Vergleich den zweitniedrigsten Unterschied hat, ist kein Grund zur Freude – es liegt nur daran, dass die Männerpensionen hierzulande ebenfalls extrem niedrig sind.
Wir von der AUGE Kärnten fordern echte Konsequenzen: Schluss mit der Sorgen-Falle: Kindererziehungs- und Pflegezeiten müssen endlich besser und fairer für die Pension angerechnet werden! Flächendeckende Kinderbetreuung: Ausbau von kostenlosen, ganztägigen Plätzen in ganz Kärnten, um Frauen echte Vollzeit-Chancen zu ermöglichen.
Väter in die Pflicht nehmen: Unternehmen müssen die Karenz und Sorgearbeit von Vätern aktiv forcieren. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Denn eine gerechte Pension beginnt am ersten Arbeitstag!
Frauen haben ein Recht auf ein gutes Leben im Alter. Wir kämpfen in der Arbeiterkammer konsequent gegen die Pensionslücke!
AUGE Kärnten für mehr Gerechtigkeit, mehr Menschlichkeit und eine Politik, die niemanden zurücklässt.Werde Teil der Bewegung – nur gemeinsam können wir etwas verändern.


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